2012

Alexio Kawara feat. Francis Drake in Simbabwe

2012 wurde ich zusammen mit Max von Mosch und Henning Sieverts vom Goethe Institut zu einer Tournee durch fünf afrikanische Länder eingeladen. Wir haben Konzerte in Madagaskar, Simbabwe, Südafrika, Namibia und Mozambique gespielt, Workshops gegeben und sind innerhalb von zehn Tagen in zehn verschiedenen Flugzeugen gesessen. Unser erster Stop war Harare/Simbabwe, wo wir ein Doppelkonzert mit Alexio Kawara & the Shades of Black im Garten des Goethe Zentrums gegeben haben. Nach unserem bejubelten Set das ganze Publikum zu Alexios Band tanzen zu sehen war ein unglaubliches Erlebnis. Der Groove und die Fröhlichkeit von Alexios Musik hatte alle Menschen dort so mitgerissen,
dass es eine reine Freude war. Am nächsten Tag haben wir in einem Tonstudio in Harare drei Stücke mit Alexio aufgenommen. Diese paar Stunden im Studio waren einer der Highlights unserer Tournee. Wer sich über die Sprache der Musik unterhält, versteht sich, egal woher man kommt. Wir sind extrem glücklich über die musikalische Begegnung, aber auch über unsere neuen Freunde in Simbabwe.

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Mit 30 will er schon seine musikalische Heimat gefunden haben. So jedenfalls begründet Max Frankl den Titel seines neuen Sextett-Albums «Home». Tatsächlich umgibt einen beim Anhören der zehn ausladenden Songs eine wohlige Wärme. Gitarrist Frankl entwickelt seine Musik aus filigranen Melodien ­­
zu orchestral-satten, stimmungsvollen Soundscapes, die zum Entspannen und Träumen anregen. Bei genauerem Hinhören erst wird klar, wie ausgetüftelt die Kompositionen sind und wie meisterhaft das Sextett agiert. Gut, dass Frankl auf so herausragende Musikerpersönlichkeiten wie den Holzbläser Domenic Landolf, den Posaunisten Nils Wogram oder den Pianisten Pablo Held zählen kann. Der bayerische Gitarrist, der die Hochschule Luzern «summa cum laude» abgeschlossen hat, legt eine wahrhaft brillante Jazzplatte vor. Dennoch ist zu hoffen, sie sei nur ein Zwischenbericht aus Max Frankls weiterführender Heimatsuche.

- Kultur Tipp Magazin

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Der 2012 mit dem Echo Jazz ausgezeichnete Gitarrist ortet seine Musik "im moderaten Zentrum der improvisierenden Moderne". Frankl hat für das Zusammenspiel mit Posaune (Nils Wogram), Tenorsaxofon (Domenic Landolf) und Piano (Pablo Held) Stücke komponiert, die ins Ohr gehen. Sein superb eingespieltes Sextett bereichert die deutsche Jazzszene.

- KULTUR SPIEGEL / Nov 2012