IN TEXAS HÄTTE ICH DIESEN FEHLER NICHT ÜBERLEBT

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Unter diesem Blog-Artikel findest du ein geheimes Video mit Walrus Ghost und mir aus unserer Studio-Session. Exklusiv nur für LeserInnen meines Blogs. Und im Artikel gibt es einmal kurz Horror aus Brooklyn. 

Zürich, im Oktober 2015.

Fast zwei Jahre habe ich nun in Zürich verbracht, nachdem ich an Weihnachten 2013 aus New York kommend am Münchner Flughafen gelandet bin. Zürich ist anders als New York. Angefangen von den blauen Strassenschildern, dem reduzierten Design, der klaren Typographie vieler öffentlich verwendeter Schriften. In Zürich wird der Gehweg geräumt, bevor der Schnee fällt. Oder zumindest in der gefühlt gleichen Sekunde. Hier ist Träumen erlaubt, aber nur im Stillen, leise, ohne dass man darüber spricht. Warum das so ist habe ich mich oft gefragt. Für mich hat es mit Angst zu tun, Angst vor dem Misserfolg. Bevor man im zugeben muss, dass eine Idee nicht erfolgreich war, spricht man sie lieber gar nicht erst öffentlich aus. Man tut das, was möglich und keinesfalls zu träumerisch ist. Und das tut man so gut wie nirgends auf der Welt. Das gefällt mir an Zürich sehr. Aber träumen, das kann ich besser an anderen Orten.

In zehn Tagen fliege ich nach New York. Christian Banks und ich werden ein Album aufnehmen, an Sounds arbeiten, an unserem Sound arbeiten. Es ist mein zweiter Besuch im grossen Apfel. Wer benötigt bitte ein Taxi vom Flughafen, wenn er die Staubhölle von Brooklyn überlebt hat? Ich fahre also am späteren Abend mit dem A-Train zur Haltestelle Atlantic Avenue und laufe zu meinem Zimmer an der Underhill Ave. Das ist das New York, das man oft in Filmen sieht: Grosse Brownstone-Buildings, Bäume, krumme Strassen und im Wind wogende Strassenschilder. Meine Vermieter hatten mir gesagt, dass sie an Abend meiner Anreise nicht da wären, ich den Schlüssel aber an der Eingangstüre finden würde. Sie steht offen. Komisch.

Bis ich merke, dass ich im falschen Haus bin, habe ich es schon betreten. Ich stehe also im Flur eines fremden dunklen Hauses, die Türschellen haben mein Ankommen lautstark angekündigt. Ich höre im dunklen Wohnzimmer eine Diele knacken und realisiere im selben Moment, dass ich gerade einen schlimmen Fehler gemacht habe. Ich bin froh, dass niemand mit einer Schusswaffe auf mich wartet; das ist in den Vereinigten Staaten keine Selbstverständlichkeit. Wenn ich im Nachhinein die Fälle von in Texas erschossenen Jugendlichen lese, die sich in der Garage geirrt hatten, überkommt mich ein kalter Schauder.

Mein Zimmer im Gebäude nebenan ist das Gegenteil einer Staubhölle. Es ist sehr schön, hell, mit Antiquitäten ausgestattet. Am nächsten Morgen laufe ich durch die Gegend, meine Gegend, denn Clinton Hill, wo ich 2013 gewohnt habe, ist nur 10 Minuten entfernt. Heute sind wir im Studio, nehmen Tracks für unser Album auf. Warum ich unbedingt ein Album mit Walrus Ghost machen wollte? Ich habe über Monate erlebt, wie er neben seinem anderen Job Nacht für Nacht stundenlang an Sounds und Songs geschraubt hat. Das hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich habe eine Hingabe erlebt, die besonders war. Eine Offenheit gegenüber vielfältigen Einflüssen, die ich so aus meinem jazz-geprägten Umfeld nicht kannte. Und gleichzeitig die Tugend, die man sich erwirbt, wenn man New Yorker ist: Man lebt im Moment und gibt alles, um den eigenen Traum zu verwirklichen. Mehr hat man nämlich nicht. Es gibt keine Sicherheiten und wenn, dann sind sie die Privilegien der sehr gut verdienenden Oberschicht, aber nicht der Kreativen.

Wir nehmen Spuren und Songs auf, schrauben, lachen, arbeiten in einem besonderen Flow. Es ist wieder so wie 2013: Die Zeit bleibt stehen. Ich hatte natürlich drangedacht, diesen Moment festzuhalten. Nicht nur in Form unserer Songs, sondern auch auf Video. Die besten Szenen und Momente habe ich zu einem Film geschnitten. Aber pssst, der ist wirklich nur für die LeserInnen meines Blogs. Es gibt ihn nicht öffentlich. Aber du kannst hier einen Blick in unsere Studio-Session werfen. Und ich hoffe sehr, dass es dich ermutigt, deinen Träumen zu folgen, egal welche Hindernisse auf diesem Weg auf dich warten.

An welchen Orten träumst du? Und welche Orte treiben dir das Träumen aus? Lass es mich in den Kommentaren wissen. Ich bin gespannt.

 

  

Zwei Wochen in der Staubhölle von Brooklyn

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New York City, im August 2013. Es ist brütend heiss, über mir rotiert der Deckenlüfter, der neben ein wenig kühlerer Luft auch eine ganze Portion Staub auf mein Bett befördert. Das sind also die kleinen, aber leidvollen Fehler im Leben: Die Wohnung klang gut, direkt am Prospect Park, gross, mit Stereoanlage. Leider hatte ich nicht nachgefragt, wann sie zum letzten Mal geputzt wurde. Das war vor 20 Jahren. Der Staub rieselte nicht nur von der Decke, sondern fand sich auch zentimeterhoch auf der Jalousie der Küche. Hinter ihr der grosse Lüfter, der im Sommer nötig ist, um die Temperaturen irgendwie zu bewältigen. Im Bad gab es kurz vor meiner Ankunft einen Wasserschaden, nicht zu sprechen vom Zustand von Dusche und WC. Aus allen Leitungen kam fliessendes Wasser, das allerdings mit Rost versetzt war. So kam es auch, dass man überall braune Rostflecken sehen konnte, wo Wasser mit Armaturen in Kontakt kam. Das war also mein erstes richtiges New York-Erlebnis: Als Hausstaub-Allergiker in einer Staubhölle in Brooklyn. 

Nach zwei Wochen stelle ich unter der Dusche im Fitness-Studio fest, dass es so nicht weitergehen kann. Die Dusche in Park Slope Fitness kam mir vor wie ein Beauty-Tempel, sauber, hell und mit frischem Wasser. Ich brauche also ein Zimmer, irgendwo, Hauptsache es ist sauber und einigermassen bezahlbar. Nach erfolglosen Besichtigungen lande ich auf AirBnB. Dort finde ich ein Zimmer, das sympathisch aussieht. Der Vermieter lebt selbst in der Wohnung, ist Musiker und sehr freundlich. Ich ziehe ein. Er nimmt tagsüber und nachts Musik auf, schraubt stundenlang an Sounds, wiederholt kleinste Passagen, manchmal über ganze Tage. 

Was ich damals noch nicht weiss: Mein Mitbewohner Christian veröffentlicht unter seinem Pseudonym "Walrus Ghost" ein Album auf dem Berliner Elektronik-Label "Projekt Mooncircle" dessen CEO ich 2014 beim Deutschen Musikautorenpreis treffen werde und der in höchsten Tönen von der brillanten Musik aus Brooklyn schwärmen wird. Ich weiss zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht, dass Christian und ich 2018 ein Album veröffentlichen werden, das auf Hush Hush Records erscheint, einem Label aus Seattle. Washington. Der Grund, warum ich Musiker werden wollte war ein gewisser Kurt Cobain. Er hat mit seiner Band "Nirvana" Grunge erfunden und kam aus, genau: Seattle. 

Zurück ins Jahr 2013. Ich lebe also inzwischen an der Lafayette Avenue in Clinton Hill. Immer wieder nehme ich ein paar Gitarrenspuren für Christian auf, wir schrauben an Sounds und produzieren schliesslich zwei Tracks zusammen. Sie werden nie öffentlich auf einem Label erscheinen, aber sind der Grundstein für eine Zusammenarbeit, die wir über die nächsten Jahre fortführen (du kannst sie hier anhören). Eigentlich kann ich den Tonnen aus Staub dankbar sein, denn ohne sie hätte ich Christian Banks nie getroffen. Unsere Musik ist anders als alles, was ich bisher veröffentlicht habe. Jazzmusiker reden ja gerne von den vielfältigen Einflüssen, die ihre Musik prägen. Oft meinen sie damit, dass sie Jazz unterschiedlicher Ausprägung hören, gegenüber Genre-fremder Musik aber grosse Apathien entwickelt haben. Das ist hier anders. Aber darüber mehr im nächsten Blog-Post.

Was sagst du zu dieser Story? Hast du Ähnliches erlebt? Hinterlass' mir einen Kommentar unter diesem Blog-Post :-)    

CARGO ON THE ROAD

 Max Frankl's CARGO auf Tournee

Max Frankl's CARGO auf Tournee

Manchmal entwickeln sich Bands durch Zufall den entscheidenden Schritt weiter, der nötig ist, um die Aufmerksamkeit zu erzeugen, die man sich als Bandleader immer gewünscht hat. So geschehen bei Max Frankls CARGO. Hervorgegangen ist dieses Trio aus der CD-Aufnahme und den Tourneen meines Programms „Fernweh“. Nach rund 30 Konzerten in der Schweiz, Deutschland und Österreich wollten wir uns und die Musik verändern. Einige Programmpläne und Konzepte wurden verworfen, bis wir aufgrund eines Zufalls im Trio statt Quartett spielen mussten. Unsere gewohnten Kompositionen konnten wir nicht spielen; also haben wir improvisiert, neue Stücke eingeübt und den zur Verfügung stehenden Raum ausgelotet. Das hat uns sehr gefallen und klang so viel mehr nach einer Vision für unsere Musik, dass wir diese Idee unbedingt weiterverfolgen wollten. CARGO war aus der Taufe gehoben. Man hört diesem Trio an, dass wir uns nicht nur musikalisch perfekt verstehen, sondern auch unsere jahrelange Freundschaft der Musik eine Ebene gibt, die man nicht durch hippe Line-Ups oder innovative Konzepte erzeugen kann. Umso stolzer bin ich nun, diese Band auf vier Konzerten in Deutschland präsentieren zu können. Ich freue mich riesig auf die musikalische Reise, die wir im Oktober 2017 beginnen werden. Diese Tournee wird ermöglicht mit finanzieller Unterstützung durch die FONDATION SUISA und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung. 

Per Schalte zum Interview beim Nordwestradio

Letzte Woche habe ich mir für eine Interview-Schalte in das frühlingshafte Deutschland den Weg durch das winterliche Manhattan gebahnt. Im ARD-Studio New York haben wir dann dieses Gespräch geführt, das ihr unten als Aufzeichnung findet. Es ging vor allem darum, wie die New Yorker Jazzszene auf die neue Administration reagiert und ob der neue Präsident vielleicht doch noch zum Jazz-Fan wird.

2017

 Max Frankl WM 1990

So, wir haben es also geschafft: 2016 ist Geschichte. Während sich die meisten Menschen noch freuen, dass das Musiker verschlingende Unjahr vorbei ist, tun sich die anderen bereits nach neun Tagen schwer, wieder öfter als einmal pro Monat im Fitnessstudio zu trainieren. Die guten Vorsätze erleben bereits in der zweiten Woche des Jahres schwierige Zeiten und sehen sich einer steigenden Bedrohung durch die Genussmittelindustrie ausgesetzt. Es geht also alles seinen mehr oder weniger gewohnten Gang und auch bald schon wird uns der unvermeidliche Lauf der Zeit wieder jemanden entreissen, den wir alle persönlich nicht gekannt haben; so wird uns also vor allem und fast ausschliesslich seine oder ihre Arbeit fehlen,  (falls sie nicht vor Jahren schon eingestellt wurde). Trotzdem wir der RIP-Storm die sozialen Netzwerke wieder in eine endzeitähnliche Stimmung versetzen, die uns noch mehr davon abhält, endlich wieder ein paar Gewichte zu verschieben.. Gestern habe ich übrigens gesehen, dass Lothar Matthäus auch 26 1/2 Jahre nach dem Gewinn des Weltmeistertitels immer noch ein beeindruckendes Ballgefühl hat. Das sollte uns Hoffnung für 2017 geben. Ich für meinen Teil werde sechs Monate dieses Jahres in New York verbringen, worauf ich mich so freue wie als kleines Kind über das Deutschland-Trikot, das mir ein Freund der Familie im Sommer 1990 geschenkt hat.     

'Live in Munich' ab 20. Januar 2017 erhältlich

 Live in Munich - Max Frankl Quintet. feat. Nils Wogram

Auch wenn wir 2016 Prince und Leonhard Cohen verloren haben, war es ein tolles Jahr: Endlich habe ich das Buch geschrieben und die Online-Academy gegründet, die mir so lange am Herzen lag. Einige von euch habe ich persönlich bei Konzerten getroffen und bin sehr dankbar für die schönen Gespräche!
Mein neues Album mit dem grossartigen Posaunisten Nils Wogram erscheint am 20. Januar 2017. ‚Live in Munich’ ist der erste Teil einer Serie, die nur auf meiner Website erhältlich ist. Alle Einkünfte fliessen direkt in neue Produktionen und die Maxime ist einfach: Keine Mittelmänner wie Spotify, iTunes, Vertriebe oder Plattenfirmen verdienen an diesen Alben. Dadurch kann ich besondere Inhalte mit Bonus-Material direkt für meine Fans veröffentlichen und diesen komplett neuen Weg gehen, der viel Mut erfordert. Mit eurer Unterstützung kann ich für viele andere Musiker ein Vorbild für einen zeitgemässen Weg als Künstler sein. Ich bin unendlich stolz auf diese EP und freue mich sehr darauf, sie mit euch teilen zu können. 

Über Ziele

 Max Frankl

Neue Stücke lernen. Vor einem Konzert so 'in shape' sein, dass man wirklich spielen kann, was man im inneren Ohr hört. Das Equpiment zusammenstellen, das es einem erlaubt, frei und kreativ damit umzugehen. Beim Soundcheck einen schönen Bandsound finden. Das Hemd bügeln (lassen). Freunde zum Konzert einladen und sie auf die Gästeliste setzen. Mit interessierten Medien kommunizieren und Interviews geben. Das alles und viel mehr gehört zur  professionellen Vorbereitung eines Konzertes. In dem Moment, wo man auf die Bühne geht, zählt jedoch nur noch der Moment, in dem die Musik zu klingen beginnt.

Wie beim Sportler, der beim Anpfiff zwar weiss, dass er sich optimal vorbereitet hat, dass es nun aber von ganz anderen Dingen abhängt, ob er erfolgreich sein wird. Ich persönlich geniesse die Vorbereitungen genau gleich wie das Konzert. Und während viele meiner Kolleginnen und Kollegen Lampenfieber haben und teilweise nur mit Hilfe von Medikamenten in der Lage sind, auch nur einen Ton zu spielen, bin ich in der glücklichen Lage, keine negative Form von Aufregung zu fühlen. Mein einziges Interesse gilt der gemeinsamen Musik, die so frei fliessen soll, dass wir als Band mehr als die Summer seiner Einzelteile sein können. In diesem Moment alles zu geben und sich optimal auf ihn vorbereiten zu können, ist ein grosses Glück. Wir als Musiker können zeigen, dass Kooperation, Toleranz, Liebe und Empathie der einzige Weg für uns ist, der uns allen Glück bringt. Mein wichtigstes Ziel ist es deshalb, in einem Mass erfolgreich zu sein, das es mir erlaubt, meinen Beruf auf diese Art und Weise ausüben zu können. Nicht mehr, aber auch weniger.      

Über Höhenangst (und zweite Male)

 Max Frankl besieht seine Höhenangst

Was will er jetzt, werdet ihr jetzt sagen. Die erste Geschichte ist schnell erzählt: Ich musste als Kind im Schwimmunterricht vom Fünfmeterbrett springen und es hat mir nicht gefallen. Dieses ewige Fallen, dazu noch die bedrohlich aussehende Wasseroberfläche, kombiniert mit dem freien Blick bis auf den Grund des Beckens. Ich fand das keine gute Idee. Seitdem: Alles ok im Flugzeug, aber sonst nicht. Vor zwei Jahren bin ich- halb schon oben auf dem Aussichtsturm des Zürcher Uetlibergs- wieder umgedreht. Zu hoch für mich. Der Berg allein ist 872 Meter hoch, dazu kommen noch die 72 Meter des Aussichtsturms. Natürlich habe ich mich bei jedem Anblick des Turms (und man sieht ihn sehr gut, von vielen Orten in der Stadt) daran erinnert. Diesen Sommer bin ich nochmal rauf. Warum? Ich wollte da hoch. Ausserdem: Einer meiner Grundsätze ist, dass ich alles schaffen kann. Wenn nicht beim ersten, dann beim zweiten Mal. Seitdem habe ich ein wenig über zweite Male nachgedacht. Und tatsächlich, wenn ich zurückschaue, habe ich so einiges beim zweiten Mal bewältigt. Manche Türen öffnen sich eben beim ersten Mal noch nicht. Aber beim zweiten Mal, da stehen sie sperrangelweit offen. Deshalb: Ich versuche, im Leben immer eine Kombination aus ersten und zweiten Malen zu schaffen. Denn manche Dinge klappen auf Anhieb. Andere brauchen Zeit. Und jemanden, der nicht aufgibt und es nochmal probiert; egal, wie unangenehm es beim ersten Mal war. Hier noch ein Beweisfoto. 

Traumhaft in Traunstein

 Max escaping the Oktoberfest.

Es Tourneen, die sind dem Wort Tortur näher als dem eigentlichen Wortsinn. Es ist ja auch klar: Wer tagsüber reist und abends spielt, muss eine gute Kondition haben; das hat erstens nicht jeder Musiker und zweitens gibt es Distanzen und Arten des Reisens, die selbst für einen austrainierten Sportler zu viel sind. Genug der einordnenden Worte: Unsere Tour von letzter Woche war eine absolute Freude! Beim Konzert in der wundervollen Seidlvilla haben wir viele Freunde und Bekannte getroffen und zudem den Gewinner meiner Gitarre sehr glücklich gemacht. In Traunstein sind wir von Tom Leitner und dem Tropical-Team bestens verpflegt und umsorgt worden und hatten ein tolles Konzert. Wenn man einmal ein Zimmer in Brooklyn bewohnt hat, durch das die Subway sprichwörtlich im zehn Minuten-Takt durchgefahren ist, weiss man solch schöne Orte wie den Park vor dem Tropical sehr zu schätzen. Ein toller Laden, mit sehr netten Leuten. Solch ein Café hätten auch Zürich und München verdient. Einen fantastischen Bericht über unser Konzert findet ihr auf James Orson's Blog, den ich hiermit sehr empfehlen möchte! Schön, dass du da warst, James! Auf dem Bild oben seht ihr übrigens die Oktoberfestdekoration des Zuges München-Zürich. Ich war so froh, das Epizentrum des Weissbiers rechtzeitig vor dem Start der Wiesn verlassen zu haben. Aber das nur am Rande. 

Hier geht es zum Blog.

NEUE GITARRE GESUCHT? GEWINNT MEINE IBANEZ AS-153!

In diesem Monat könnt Ihr meine fantastische Ibanez AS-153, die auch das Cover meines ersten Buches "Introduction: Modern Jazz Guitar" ziert, gewinnnen. Warum ich sie hergebe? Ich freue mich so über den Launch der Max Frankl Academy, dass Gitarre&Bass und ich diese Gitarre verlosen.

Klickt auf das Bild und ihr werdet direkt zur Verlosung weitergeleitet. Viel Glück!

MODERN JAZZ GUITAR WORKSHOPTOUR 2016

Ich freue mich sehr, dass mein neues Buch "Introduction: Modern Jazz Guitar" am 07. April 2016 im AMA-Verlag erschienen ist. Die Idee zu diesem Buch hatte ich schon vor einiger Zeit. Ich wollte das Buch schreiben, das mir damals als 14-jähriger Gitarrenschüler geholfen hätte, Jazz zu lernen, eigene Songs zu schreiben und Spass an der Musik zu haben. Wichtig war mir, dass man sich bei Fragen immer direkt an mich wenden kann. So haben wir einen Online-Mitgliederbereich aufgebaut, der zusätzliche Inhalte, Videos und Blogeinträge beinhaltet und wo man mich ganz einfach für Fragen kontaktieren kann. Hier kann man übrigens auch Mitglied sein, wenn man das Buch nicht besitzt. Anmelden könnt Ihr Euch ganz einfach hier: www.maxfrankl.com/modernjazzguitar

Ich bin sehr glücklich, dass ich die Ideen und Konzepte aus diesem Buch nun auf einer Workshop-Tour in Zusammenarbeit mit D'Addario  in Nürnberg, Kassel, Frankfurt und Berlin vorstellen kann und würde mich freuen, Euch zu sehen! 

 Max Frankl will be on a workshop tour with D'Addario strings in June 2016.

 

 

 

Sommer 2015 - Zeit für neue Inspiration

Während ich Ende Juni Ibanez Germany einen Besuch in deren wunderbaren Showroom abgestattet und dabei wieder einige neue Gitarren getestet habe, ist der Juli nun traditionell der Monat, in dem Geschehenes reflektiert wird. Die letzten Monate waren sehr ereignisreich, von der Release von Fernweh, über die Tourneekonzerte bis hin zur neuen Website. Darüberhinaus gab es viele Pressestimmen, sogar in Simbabwe wurde über mich und meine Musik berichtet. Der Juli ist immer auch der Monat, in dem viele neue Pläne und Ideen ins Auge gefasst werden. Es gibt schon wieder einige tolle Ansätze und Kontakte, aus denen spannende Projekte entstehen werden. Interessant ist in der Hinsicht sicherlich die Kooperation mit Ibanez und D` Addario, die wir in Zukunft noch verstärken werden. Ebenfalls interessant war es, dass ich in letzter Zeit einige Meetings mit Fachleuten zu verschiedenen Themen hatte, die mir wichtige Anregungen gegeben haben. So freue ich mich sehr darauf, diese Tipps und Ideen umzusetzen. Ich halte Euch hier auf dem Laufenden. Bis dahin wünsche ich uns allen aber nun einen schönen Sommer. Das Bild habe ich übrigens nahe Luzern aufgenommen, für mich immer noch die beste Gegend, um zur Ruhe zu kommen. 

FERNWEH AUF TOURNEE IN DEUTSCHLAND IM NOVEMBER 2015

Ich freue mich sehr, wieder mit meinem grossartigen Quartett auf Tournee zu sein.
Eine Band ist im besten Fall mehr als eine Kombination von fantastischen Musikern, toller Musik und berührendem Zusammenspiel. Der Zusammenhalt, das gegenseitige Vertrauen und die Freundschaft unter Musikern, die sich lange kennen, macht neben all diesen Qualitäten das Besondere aus, wonach ich als Bandleader immer suche. Das Max Frankl Quartett hat all diese Qualitäten und gehört deshalb zu den besten Bands, in denen ich je gespielt habe. Die Konzerte im April und Mai 2015 haben uns als Band weiter wachsen lassen, so dass wir nun voller Vorfreude und Optimismus an die Tournee im November 2015 herangehen. Ich bin sehr glücklich, diese fantastische Band aus meiner zweiten Heimat Zürich auf Tournee in Deutschland vorstellen zu können. Wir werden nahe Nürnberg im Textilmuseum Helmbrechts zu hören sein, weiter geht es dann in den Kultclub Das Rind nach Rüsselsheim. Das Konzert in der Waldstrasse 4 nahe Weilheim in Bayern ist ein ganz Besonderes:  In diesem Club habe ich meine ersten Sessions und Konzerte gespielt und auch hinter der Theke gearbeitet. Home is where the heart is. Krönender Abschluss dann das Konzert im Jazzclub Erfurt. Die Tournee findet mit freundlicher Unterstützung von Stadt Zürich Kultur, SIS und Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung statt. 

 

Alexio Kawara feat. Francis Drake in Simbabwe

2012 wurde ich zusammen mit Max von Mosch und Henning Sieverts vom Goethe Institut zu einer Tournee durch fünf afrikanische Länder eingeladen. Wir haben Konzerte in Madagaskar, Simbabwe, Südafrika, Namibia und Mozambique gespielt, Workshops gegeben und sind innerhalb von zehn Tagen in zehn verschiedenen Flugzeugen gesessen. Unser erster Stop war Harare/Simbabwe, wo wir ein Doppelkonzert mit Alexio Kawara & the Shades of Black im Garten des Goethe Zentrums gegeben haben. Nach unserem bejubelten Set das ganze Publikum zu Alexios Band tanzen zu sehen war ein unglaubliches Erlebnis. Der Groove und die Fröhlichkeit von Alexios Musik hatte alle Menschen dort so mitgerissen,
dass es eine reine Freude war. Am nächsten Tag haben wir in einem Tonstudio in Harare drei Stücke mit Alexio aufgenommen. Diese paar Stunden im Studio waren einer der Highlights unserer Tournee. Wer sich über die Sprache der Musik unterhält, versteht sich, egal woher man kommt. Wir sind extrem glücklich über die musikalische Begegnung, aber auch über unsere neuen Freunde in Simbabwe.

GITARRE & BASS ARTIKEL

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Jazz Thing MAGAZIN → Fernweh REZENSION

Gerade wenn Musiker so gefragt sind wie Max Frankl, sollten sie eigentlich nicht von diesem ‚Leiden‘ befallen sein, das sich Fernweh nennt – denn es liegt in der Natur des Jobs, dass man ständig unterwegs ist. Aber so wie der prämierte 32-Jährige (ECHO Jazz 2012) da auf dem Booklet seiner CD mit der Gitarre unterm Arm am Hafen steht und womöglich einem Schiff nachschaut, das sich in warme Gefilde aufmacht, ins Ungewisse, nach Übersee, könnte man vermuten, dass er es kaum länger als ein paar Tage zu Hause aushält. Seine abenteuerlustige Musik ist beste Fernwehwerbung. Mit den Schweizern Reto Suhner (Alt- und Sopransax, Altklarinette), Dominique Giraud (Bass) und Claudio Strüby (Schlagzeug) fantasiert sich der Bayer weit weg vom Alltag. Und das Beste ist: Er nimmt uns mit. In sieben wunderbaren, dicht-verwobenen Stimmungsbildern, in denen nur anfangs mal etwas Weh- und Schwermut durchklingen, entflieht Frankl dem Trott, der einem oft die Decke auf den Kopf fallen lässt. Dabei passt er seinen Gitarrensound der jeweiligen Umgebung an, in der sich sein Quartett gerade aufhält. Echt schade, dass der Trip in die Ferne dann viel zu schnell vorbei ist und einen das graue Hier und Jetzt wiederhat.

Text: Ssirus W. Pakzad, Jazz thing 108
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